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KK: Behörde reagiert auf Vorwürfe zur Murtal Rallye

Behörde reagiert auf Vorwürfe zur Murtal Rallye

Nachdem die Veranstalter der Murtal Rallye das Programm aufgrund fehlender Genehmigungen und negativer Gutachten ändern mussten, haben sie vermehrt die Behörde dafür verantwortlich gemacht. Von "hohen Hürden", "behördlichen Eigenwilligkeiten" oder "nahezu kabarettreifen behördlichen Umständen" wurde dabei gesprochen.

Zuständig ist die Bezirkshauptmannschaft Murtal, und deren Leiterin Bezirkshauptfrau Nina Pölzl will diese Vorwürfe nicht unkommentiert lassen:
"Sowohl Behörde als auch beigezogene Sachverständige sind seit Wochen bemüht, die Durchführung der Murtal Rallye zu ermöglichen. Dies ist allerdings nur machbar, wenn vom Veranstalter ein genehmigungsfähiges Projekt vorgelegt wird" so Nina Pölzl.

Anders als behauptet, sei der Antrag für die straßenpolizeiliche und veranstaltungsrechtliche Genehmigung nämlich erst im März eingebracht worden, rund drei Monate vor dem Event. Laut Organisatoren wäre das bereits im November der Fall gewesen. Pölzl: "Allgemein ist zu sagen, dass ein Vorhaben wie die Murtal Rallye, das nach 13 Jahren erstmals wieder in unserer Region stattfinden soll, sicher eine längere Vorlaufzeit als drei Monate für ein Genehmigungsverfahren braucht." Zudem wären die Unterlagen "unvollständig und mangelhaft" sowie zahlreiche Ergänzungen notwendig gewesen. Die Behörde musste außerdem sieben Amtssachverständige zuziehen, um rechtliche Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu prüfen.

"Die Sachverständigen wie auch die Behörde haben unter höchstem Druck gearbeitet", stellt Pölzl klar. Durch späte Änderungen mussten teils Gutachten neu erstellt oder aktualisiert werden. Das Fazit der Bezirkshauptfrau: "Bei Veranstaltungen, die jährlich wiederkehren, gestalten sich auch die Genehmigungsprozesse in der Regel einfacher, da bereits auf Bestehendes zurückgegriffen werden kann. Bei der Murtal Rallye mussten alle Beteiligten von Null starten. Gerade daher wäre eine gute Vorbereitung nötig gewesen."

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