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Brauchtumspflege mit Hintergrund

Auch in diesem Jahr wurde bei uns im Seniorenheim eine schöne Tradition gepflegt. Anlässlich von Maria Himmelfahrt wurden Kräuterbuschen gebunden.

In Verbindung mit Kräuterwissen, Geschicklichkeit und gemeinschaftlicher Aktivität entstanden wunderschöne Kunstwerke, die ihren herrlichen Duft im ganzen Haus verbreiten. Alle BewohnerInnen waren mit Begeisterung dabei, nahmen die feinmotorische Herausforderung an und unterstützten sich gegenseitig beim Erstellen der kleinen Augenschmeichler.

Dies geschah nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch aus tiefer Überzeugung. Die BewohnerInnen sammelten liebevoll verschiedene Kräuter, um daraus kunstvolle Sträuße zu gestallten. In diesen Buschen manifestierte sich die Bitte um umfassendes Heil für die gesamte Menschheit. Mit bedacht gewählt, wurden die Kräuter zu kunstvollen Arrangements verflochten und mit einem Segensspruch versehen.

Die Bedeutung dieses Rituals reicht bis heute: An diesem besonderen Tag, werdend die Kräuterbuschen geweiht, um Gesundheit und Glück für alle Menschen zu erbitten. Dieser Brauch verbindet Vergangenheit und Gegenwart, vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft und teilt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. So setzt sich die Tradition der Kräuterbuschen als Symbol für Fürsorge, Verbundenheit und Hoffnung fort. Ganz nach unserem Motto Herzlichkeit, Menschlichkeit, Zufriedenheit.

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Wenn der Unterricht still wird - "Hospiz macht Schule" an der HTL Zeltweg

ZELTWEG 15.01.2026: An diesem Vormittag sah der Klassenraum der 3. Klasse an der HTL Zeltweg anders aus als sonst. Die Tische waren zur Seite geschoben, die Schülerinnen und Schüler saßen im Kreis. Es war still. In der Mitte lagen Karten mit Worten wie Leben und Abschied sowie eine Kerze. Der Unterricht hatte begonnen – und fühlte sich doch ganz anders an.

Im Rahmen des Projekts „Hospiz macht Schule“ des Hospizvereins Steiermark waren zwei erfahrene Hospizbegleiterinnen zu Gast. Sie erzählten von ihrer Arbeit, von Begegnungen mit Menschen am Ende ihres Lebens und davon, wie wichtig es ist, einfach da zu sein. Die Jugendlichen hörten aufmerksam zu, stellten Fragen und dachten nach.

In einer bewusst ruhigen und wertschätzenden Lernatmosphäre setzten sich die Jugendlichen mit existenziellen Fragestellungen sowie mit der Bedeutung von Mitmenschlichkeit, Zuhören und Begleitung auseinander.

Der Workshop förderte nicht nur die persönliche Reflexion, sondern auch soziale und ethische Kompetenzen. Mit der Teilnahme unterstrich die HTL Zeltweg ihren Anspruch auf eine ganzheitliche Bildungsarbeit, die über fachliche Inhalte hinausgeht.

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HTL Zeltweg erneut mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet

Judenburg/Zeltweg. – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und gilt als zentraler Schlüssel für eine zukunftsorientierte Ausbildung. Bildungseinrichtungen, die in diesen Bereichen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, können mit dem begehrten MINT-Gütesiegel ausgezeichnet werden. Voraussetzung dafür ist eine umfassende Überprüfung durch ein Expert*innen-Gremium, das die Erfüllung klar definierter Qualitätskriterien sicherstellt.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Zentrum Judenburg wurde der HTL Zeltweg dieses Gütesiegel nun erneut verliehen – und zwar für weitere drei Schuljahre. Die Auszeichnung nahm OStRin. Mag.a Waltraud Koch stellvertretend für die Schule entgegen. Neben der offiziellen Urkunde wurde auch die MINT-Tafel für das Schulgebäude überreicht.

Auf den ersten Blick mag es selbstverständlich erscheinen, dass eine Höhere Technische Lehranstalt diese Anerkennung erhält. Doch die Vergabe des MINT-Gütesiegels erfordert weit mehr als eine techniknahe Ausbildung. Entscheidend ist unter anderem der Nachweis, dass Schüler:innen regelmäßig und erfolgreich an nationalen sowie internationalen Wettbewerben teilnehmen. In diesen Bewerben sind nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch Kreativität und praxisorientierte Problemlösung gefragt. Die Schüler:innen der HTL Zeltweg konnten hier in der Vergangenheit vielfach Spitzenplätze erreichen – ein Umstand, auf den die gesamte Schulgemeinschaft mit Recht stolz ist.

Ein weiteres zentrales Kriterium für die Zertifizierung ist die enge Vernetzung mit externen Partner:innen. Für die HTL Zeltweg ist diese Zusammenarbeit seit jeher gelebte Praxis. Kooperationen mit Unternehmen sowie Non-Profit-Organisationen sind fixer Bestandteil der schulischen Philosophie und ermöglichen anwendungsorientiertes, innovatives Lernen. Davon profitieren sowohl die Schüler:innen als auch die Partnerbetriebe.

Großen Wert legt die Schule zudem darauf, Mädchen und Burschen gleichermaßen für MINT-Fächer zu begeistern. Angesichts einer zunehmend technologiegeprägten Gesellschaft eröffnen MINT-Kompetenzen jungen Menschen hervorragende Chancen am Arbeitsmarkt.

Auch wenn der Schwerpunkt einer Höheren Technischen Lehranstalt naturgemäß im MINT-Bereich liegt, versteht die HTL Zeltweg diesen Auftrag nicht nur als Pflicht, sondern als Herzensangelegenheit. Ziel ist es, junge Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Mit der erneuten Verleihung des MINT-Gütesiegels kann die Schule nun einmal mehr unter Beweis stellen, dass auf engagierte Worte auch überzeugende Taten folgen.

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