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Holz-Nasslager am Brückenweg wieder aktiviert

Orkan Paula hat Anfang des Jahres 2008 einen beträchtlichen Schaden im Städtischen Forst verursacht. Damals hat man in Knittelfeld das erste Nasslager in der Steiermark errichtet. Nun zwölf Jahre später wurde es wieder aktiviert. Betreiber ist die Stadtgemeinde Knittelfeld.

Grund für die Aktivierung des Nasslagers ist die Coronakrise. Zum einen es gibt einen verminderten Absatz von Rundholz, zum anderen ist günstiges Holz aus Niederösterreich und Tschechien am Markt. Für heimische Landwirte, die ihr Holz über den Waldverband Steiermark verkaufen und auch für die Stadtgemeinde die insgesamt 1.730 ha Forst ihr eigen nennt, ist das ein Problem. Deshalb greift man auf die Lösung des Nasslagers zurück. Nasslagern deshalb, weil die Holzqualität erhalten bleibt, damit sich kein Pilz bildet und dass das Rundholz aus dem Wald abtransportiert werden kann. Denn wenn Holz im Wald liegen bleibt und die Witterung zu trocken ist, hat man mit dem Borkenkäfer zu kämpfen. Im Nasslager sind derzeit 5000 Festmeter Fichtenholz gelagert, davon 80% von den heimischen Bauern und 20% vom Städtischen Forst. „Das Holz wird 24 Stunden beregnet, damit bleibt die hoheQualität erhalten“, so Oberförster Ing. Gerhard Gruber. Gegenüber 2008 wurde das Nasslager adaptiert und durch einen neuen Brunnen von der Firma Thonhauser erweitert. Mit dem neuen Brunnen kann mehr und vor allem mit sauberen Wasser bewässert werden. Die Firma Thonhauser ist über die Grenzen hinaus bekannt für qualitativ hochwertigen Nasslagerbau. Geplant ist das Holz bis in den Herbst dort zu lagern, möglich wäre es auch bis ins nächste Frühjahr.

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