Familienstreit unter Rumänen eskalierte

Dienstag, 07.08.2018

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Ein 30-jähriger rumänischer Staatsbürger hat am Montag seine 34-jährige Lebensgefährtin und seinen im gemeinsamen Haushalt lebenden 27-jährigen Bruder mit dem Umbringen bedroht. Auch die 14-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin habe er bedroht.


Die drei Opfer erstatteten am Montag gemeinsam in der Polizeiinspektion Erzherzog Johann-Straße die Anzeige. Während der Opfervernehmungen erhielt die 34-Jährige auf ihrem Mobiltelefon eine Nachricht des Verdächtigen. Da die Nachricht als Suizidankündigung verstanden werden konnte, wurden drei Polizeistreifen unverzüglich zur Wohnanschrift des 30-Jährigen beordert. Beim Eintreffen der Streifen versuchten sie vor der Wohnung mit dem Verdächtigen Kontakt aufzunehmen. Plötzlich war aus der Wohnung ein Geräusch zu vernehmen, das nach dem Repetieren einer Waffe klang. Die Beamten forderten anschließend das Einsatzkommando Cobra zur Unterstützung an. Nach kurzer Zeit drang Rauch aus der Wohnung und die Repetiergeräusche wiederholten sich. Nach der Verständigung der Feuerwehr evakuierten die Beamten rund 40 Personen aus dem Mehrparteienhaus und sperrten den Tatort weiträumig ab. Aus der Wohnung war darauf der Klang von Schussabgaben zu hören. Später stellte sich heraus, dass der Verdächtige Spraydosen in das Feuer geworfen hatte und die Explosionsgeräusche wie Schussabgaben klangen. Weiters warf er vom Balkon der Wohnung mehrere Gartensessel, gefährdete dadurch die eingesetzten Feuerwehrkräfte und beschädigte ein Fahrzeug. Nach mehrmaliger Ansprache durch die eingesetzten Beamten konnte der Verdächtige zur Aufgabe bewogen werden und ließ sich widerstandslos festnehmen. Zurzeit befindet sich der 30-Jährige im polizeilichen Gewahrsam und wird vernommen, über eine Einlieferung in die Justizanstalt Leoben entscheidet danach der zuständige Staatsanwalt.



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